Alles entsteht aus meiner Liebe zur Natur und Kunst.
Foto: © Michael Anders
mal flundern ist ein Projekt, das aus tiefer Liebe und Verbundenheit zur Natur entstanden ist. Von meiner Kindheit bis heute staune ich immer noch über ihre Schönheit, Vielfalt und Wandelbarkeit – von der kleinsten Mikrobe über die bunten Insekten bis hin zu den gigantischen Ausmaßen des Hallimasch-Pilzmyzels, oder einfach den Rufen der Kraniche, die von weitem zu hören sind und von steter Abreise und Ankommen künden. Von Organismen, die die unglaublichsten Habitate besiedeln bis hin zu den Stadtfüchsen in unserer Nähe. Das macht sich nicht immer laut bemerkbar, oft ist die Natur leise aber alles andere als starr und unbeweglich. Vor allem Pflanzen und speziell Arzneipflanzen haben mich schon immer beeindruckt und meinen Weg privat und – später als Biologin – auch beruflich geprägt.
Durch meine Verbindung zu der tibetischen Kultur haben vor einiger Zeit auch die Yaks meinen Weg gekreuzt und eine zottelige Spur in meinem Herzen hinterlassen. Beeindruckende Tiere, kraftvoll auf der einen Seite und sanftmütig zugleich. Das überträgt sich. Sie zu zeichnen bringt eine besondere innere Ruhe.
Die Natur liegt mir sehr am Herzen. Und das, was man kennt und dem man sich verbunden fühlt, möchte man schützen. Dabei begreife ich den Mensch als Teil DER Natur. Wir sind niemals getrennt von ihr. Ein großer Organismus, der sich immer wechselseitig bedingt. Ein Anliegen des Projektes mal flundern ist es, sich dieser Verbindung (wieder) bewusst zu werden – durch Beobachten, Verweilen, Staunen und Lachen. Hier kommt meine zweite Leidenschaft hinzu: das Zeichnen.
Das Format des Cartoons eignet sich besonders gut, um ein Thema in seiner Essenz darzustellen und zu kommunizieren. Um sich hier und da auch wiederzufinden. Das alles macht unglaublich Spaß. So geht es dabei meist nicht sehr ernst zu, wohl aber kann der Fuchs (irgendwie drängt er sich immer als Hauptprotagonist ins Bild) auch kritisch sein. Manchmal läuft ihm einfach eine Laus über die Leber.
Die Bilder der Makrowelt laden gerade durch ihre inhärente Weichzeichnung zum Verweilen ein. Beobachten und Gedanken entstehen lassen. So kommt auch die Phantasie, ein so wichtiges Gut, beim Betrachten nicht zu kurz. Ergänzt werden die Bilder durch Wissenswertes rund um die gezeigten Pflanzen. Kurze Ausflüge in ökologische Zusammenhänge, Organismen-Interaktionen und spezifische Art-Aspekte, mit viel Raum für Leichtigkeit. Umweltspaßbildung!
Schau auch gern in der Galerie vorbei. Dort sind noch mehr Tintenwelten zu finden.
Dem stillen Leben eine Stimme geben – auf lustige und kritische Art.
Mein Anliegen ist es
- meiner Liebe zu Kunst und Natur Ausdruck zu verleihen,
- Interesse an der Artenvielfalt zu wecken, auf dass sie gesehen und achtsam mit ihr umgegangen wird,
- sich der Wunsch entwickelt, sie zu schützen und
- sich ein Gefühl der Verbundenheit einstellt – zwischen Gezeigtem und Betrachter als auch zwischen den Betrachtern selbst.
Das Gezeigte soll gleichfalls Freude wecken und zum Nachdenken einladen. Sich Zeit nehmen, verweilen, beobachten & empfinden. Durch das Außen auch ein Blick nach innen. Viel Spaß!
Kugelrund
Atome wirbeln hin und her.
Die Schnuppen am Himmel,
wir staunen so sehr.
Im Dunkeln glitzern Luchsaugen.
So fern, so nah,
Atome wirbeln hin und her.
Ein Kreislauf auf samtenen Pfoten.
Gestern noch Sternenstaub, dann Falterflügel, Sonnentau,
eine bunte Reise, so schön.



